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Karl Senftleben (Februar 1966) anläßlich der 100 Jahrfeier
Die Entwicklung des Orchesters Berliner Musikfreunde e.V.

Am 7. Dezember 1742, zwei Jahre nach Regierungsantritt Friedrich II., wurde mit der Oper "Cäsar und Cleopatra" von Graun das von Knobelsdorff geschaffene Opernhaus eröffnet. Es erlangte dank der Förderung durch den König einen hohen Rang in Deutschland und in Europa. Durch den Siebenjährigen Krieg kamen die Aufführungen jedoch zum Erliegen. In dieser Zeit war aber allmählich auch eine Berliner Musikgemeinde herangewachsen.

Mitglieder der Hofkapelle fanden sich 1749 mit Liebhabern in der Musikausübenden Gesellschaft zusammen. Man traf sich regelmäßig zu Gesang und instrumentalem Spiel in Bürgerhäusern und führte schließlich auch Werke deutscher Komponisten auf.

Zu den bevorzugt gespielten norddeutschen Meistern zählte auch Carl Friedrich Fasch, ehemaliger Cembalist des, Opernorchesters, der Orgelmusik und Chorgesang bevorzugte. Aus den Gesangsübungen seiner Schüler entstand 1791 die der Vokalmusik gewidmete Singakademie, deren Name sich von der Akademie ableitet, die der König für diese Übungen zur Verfügung gestellt hatte.

Nach Fasch's Tod im Jahre 1800 übernahm die Leitung der Singakademie sein Lieblingsschüler Karl Friedrich Zelter, der - zum Ruhme seiner Vaterstadt Berlin - Lied und Chorgesang auf einen hohen Stand brachte.

Prof. Zelter gründete 1809 die erste "Liedertafel" als Vereinigung dichtender und komponierender Musikfreunde. Bereits zwei Jahre vorher, am 10. April 1807, hatte er mit zehn Instrumentalisten in der Singakademie die Ripienschule ins Leben gerufen.

Musikliebhaber und Schüler fanden sich freitags im Cäciliensaal der Singakademie ein und übten unter Zelters Leitung das Zusammenspiel an Werken von Bach, Händel, Quantz, Benda usw. Nach und nach gesellten sich auch Sängerinnen und Sänger zu diesem Kreis, und so wurden schließlich auch Chorwerke mit Orchester studiert. Als man Zelter in späteren Jahren diese gemeinsamen Übungen vorwarf, verteidigte er sein Vorgehen damit, daß die Singakademie zur Aufführung älterer Meister besonders geeigneter Instrumentalisten bedürfe und schrieb am 16. März 1816 in diesem Zusammenhang: "Instrumentalisten unserer Zeit sind solche Werke nicht gewöhnt".

Der junge Felix Mendelssohn Bartholdy wurde Mitglied der Singakademie, wirkte aber auch als Geiger bei den Freitagsübungen der Ripienschule mit. Schon damals entstand sein Wunsch nach einem solchen collegium musicum, das ihm später sein Lehrer, der Kammermusikus Eduard Rietz, im Jahre 1826 mit der Gründung der "Philharmonischen Gesellschaft" schuf. Dieser Vereinigung von guten Instrumentalisten trat Mendelssohn bei und schenkte ihr sogar ein paar Pauken. Als er am 11. März 1829 die Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach - 100 Jahre nach ihrer Erstaufführung in der Thomaskirche zu Leipzig - in der Singakademie wiederaufführte, stellte ihm Rietz die "Philharmonische Gesellschaft" zur Ausführung des Orchesterparts zur Verfügung, die dazu durch einige Künstler der Hofkapelle ergänzt wurde. Die Leistung war so vortrefflich, daß sich Zelter bei den Wiederholungen der Passionsmusik am 21. März und 17. April 1829 gern wieder dieses Liebhaberorchesters bediente. Zelter sowie sein Nachfolger Rungenhagen übertrugen von nun an der "Philharmonischen Gesellschaft", in welche zweifellos die Ripienschule der Singakademie aufgegangen sein dürfte, alle Instrumentalbegleitungen der Singakademie. Die Proben der Orchestergesellschaft fanden an jedem Montag im bereits erwähnten Cäciliensaal statt.

Nach Rietz Tod im Jahre 1832 wurde der Königliche Hofkonzertmeister Hubert Rieß Leiter der Philharmonischen Gesellschaft, die bis 1872 bestand.

Im Kriegsjahr 1866 wurde der Berliner Dilettanten-Orchester-Verein gegründet, auf den die Tradition des Orchesters Berliner Musikfreunde zurückgeht. Wahrscheinlich haben sich Mitglieder der Philharmonischen Gesellschaft nach deren Auflösung diesem Orchester-Verein angeschlossen und dabei die von Mendelssohn gestifteten Pauken mitgebracht. So haben es Generationen von Liebhaber-Musikern mündlich überliefert, und diese Pauken sind beim Orchester heute noch vorhanden, werden aber wegen ihrer veralteten Bauart nicht mehr gespielt.

Als älteste Dokumente des Berliner Dilettanten-Orchester-Vereins sind die Programme von zwei Konzerten aus dem Jahre 1869 erhalten. Leiter dieser Wohltätigkeitsveranstaltungen war Julius Schumann. Er wurde 1871 von Theodor Rehbaum abgelöst, der 1876 aus Krankheitsgründen die Leitung an Musikdirektor Überlee abgab. Im Jahre 1879 gelang es, in der Person des Professors Heinrich Urban einen Dirigenten zu gewinnen, unter dem der Verein zu hoher Blüte gelangte. In den neun Jahren seines Wirkens wurden eine Anzahl größerer Konzerte gegeben, bei denen hervorragende Berliner Künstler mitwirkten, wie z. B. der berühmte Geiger Joseph Joachim, den der König 1869 mit der Gründung und Leitung einer Hochschule für Musik beauftragt hatte. Siegfried Ochs und viele andere gaben mit dem Verein Konzerte. Außerdem führte Urban dem Orchester die großen Dirigenten der Hofoper zu. Als Urban 1888 die Führung niederlegte, fand der Verein in dem Königlichen Musikdirektor Pasch wieder einen guten Musiker. Bei der Feier seines 25jährigen Bestehens im Jahre 1891 hatte der Berliner Dilettanten-Orchester-Verein aber nur noch 32 Mitglieder. Unter Pasch's Nachfolger Stochert war das Orchester oft nur Begleiter des von ihm geleiteten Gesangs Vereines.

Im Jahre 1896 übernahm der frühere Sondershausensche Hofkonzertmeister Max Grünberg die Leitung. Er war einer der bedeutendsten Violinpädagogen und unter seiner Stabführung wurde die Leistung des Orchesters wieder sehr gehoben. In Vereins- und Klubhäusern wurden wieder regelmäßig musikalische Aufführungen veranstaltet. Eine Reihe von Mitgliedern, die höhere musikalische Ansprüche stellten, wandten sich einem unter dem Namen Neue Orchester-Vereinigung gegründeten Liebhaberorchester zu. Dieses zuerst von Fritz Cassirer geleitete Orchester konnte alsbald in der Person des Direktors des Sternschen Konservatoriums, Prof. Gustav Hollaender, einen sehr bedeutenden Dirigenten gewinnen, der die Vereinigung schnell zu hohem Ansehen brachte. Die Orchesterübungen fanden in der Aula der Friedrichwer-derschen Oberrealschule in der Niederwallstraße, die Konzerte meist in der Singakademie oder in der Hochschule für Musik statt.

Neben klassischen Werken wurden auch neuere Kompositionen gespielt wie F. Liszt's "Les Preludes" und das Vorspiel zu "Die Meistersinger von Nürnberg" von R. Wagner, Werke, an die sich bisher kein Liebhaberorchester gewagt hatte.

Diese Vereinigung zählte im Jahre 1905 mehr als hundert Mitglieder. Die Lage des Berliner Dilettanten-Orchester-Vereins verschlechterte sich dagegen trotz seines guten Dirigenten immer mehr. Er hatte keinen angemessenen Übungsraum und war mit Geldmitteln nicht ausreichend versehen, um neben der Neuen Orchester-Vereinigung weiter bestehen zu können.

Einige Herren, die in beiden Vereinen mitwirkten, und die auch Mitglieder der "Vereinigung zur Förderung der Blaskammermusik" waren, kamen mit Streichern beider Vereine überein, sich zusammenzuschließen. Es ging ihnen dabei um den Zusammenschluß aller Liebhabermusiker Berlins mit gehobenen Ansprüchen sowie um die finanzielle Unabhängigkeit.

Als sich Prof. Hollaender im Februar 1906 wegen Erkrankung von der Leitung der Neuen Orchester-Vereinigung zurückziehen mußte, wurde in einer außerordentlichen Versammlung am 12. März 1906 die Fusion der beiden Vereine beschlossen. Zum Dirigenten des neuen Orchesterverein Berliner Musikfreunde wurde der Hofkonzertmeister a. D. Prof. Max Grünberg gewählt.

Der erste Übungsabend am 25. März 1906 in der Aula der Friedrichwerderschen Oberrealschule versammelte bei 13 honorierten Aushilfsmusikem ein Orchester von 95 Mitwirkenden. Er begann mit dem Vorspiel zu "Die Meistersinger von Nürnberg" von R. Wagner. In der neuen Spielzeit im Herbst 1906 erhöhte sich die Anzahl der Mitglieder auf weit über Hundert. Das erste Konzert am 16. Dezember 1906, in der Singakademie als Wohltätigkeitskonzert für das Rote Kreuz veranstaltet, zählte unter den Solisten u.a. Professor Xaver Scharwenka. Susanne Dessoir, die Kammervirtuosin Frieda Kwast-Hodapp, die Violinvirtuosin Ebba Hjertstedt und Bruno Hinze-Reinhold.

Unter Grünbergs Leitung spielte der Orchesterverein bis Ende des ersten Weltkrieges, und zwar überwiegend in der Singakademie. Er geriet jedoch in den Novembertagen 1918 durch ein bereits vorbereitetes Konzert, das wegen Ausbruch der Revolution nicht stattfinden konnte, in finanzielle Schwierigkeiten. Die entstandenen Kosten wurden zwar durch die Mitglieder aufgebracht, aber weitere erforderliche Mittel zu beschaffen erschien wegen der damaligen unsicheren Wirtschaftslage recht zweifelhaft. Man befaßte sich wieder mit Verschmelzungsabsichten, die bald darauf verwirklicht wurden.

Die Berliner Orchestervereinigung 1874-1882, entstanden im Jahre 1909 aus der Berliner Orchestervereinigung 1874 und dem Orchesterverein Lyra 1882, der bereits vorher den Orchesterverein Crescendo aufgenommen hatte, vereinigte sich am 10. April 1919 mit dem Orchesterverein Berliner Musikfreunde zur Orchestervereinigung Berliner Musikfreunde e.V.

Geübt wurde weiter in der Aula der Friedrich-werderschen Oberrealschule. Wieder einmal erfolgte ein Dirigentenwechsel. Nach Prof. Max Grünberg, der den Verein 23 Jahre lang mit großem künstlerischen Erfolg geleitet hatte, übernahm Kapellmeister Carl Zimmer die Stabführung. Zimmer, unter dem Pseudonym Yoshitomo als Komponist von Unterhaltungsmusik weltbekannt, brachte die Orchestervereinigung mit vielen gut besuchten Konzerten über die Nachkriegs- und Inflationsjahre. Das Orchester hatte wieder mehr als 100 Mitglieder. Konzertabende leichter Note, die manchmal sogar wiederholt wurden, brachten gute finanzielle Erfolge.

Inzwischen war die Zeit des Rundfunks angebrochen und nicht nur der Hausmusik, sondern auch allen öffentlichen musikalischen Darbietungen und der Schallplatte wurde ein baldiges Ende prophezeit. Aber gerade diese Jahre brachten Höhepunkte des musikalischen Wirkens der Orchestervereinigung mit einer großen Anzahl von Konzerten, die meist in der Hochschule für Musik aufgeführt wurden. Daneben fanden auch Kammermusik- und Unterhaltungsabende statt.

Im Jahre 1924 wurden in der Hochschule für Musik drei Festkonzerte veranstaltet. Dazu hatten sich vier Liebhaberorchester, nämlich die Orchestervereinigung Berliner Musikfreunde, das Berliner Ärzte-Orchester, der Berliner Orchesterverein und das AEG-Orchester zusammengetan, so daß 221 Mitwirkende auf dem Podium saßen. Unter Carl Zimmer's Leitung wurden zu Gehör gebracht die Ouvertüre zur Oper Fidelio und die 5. Symphonie c-moll von L. v. Beethoven, die Ouvertüre zu Oberon von C.M. v. Weber, die Träumerei von R. Schumann - von Carl Zimmer für Streichinstrumente eingerichtet - und das Vorspiel zur Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" von R. Wagner. Am 18. Dezember 1925 wurde im Großen Saal der Philharmonie "Die Legende von der heiligen Elisabeth" von F. Liszt aufgeführt. Die Sänger stellte der Bruno-Kittel'sche Chor und sein Leiter dirigierte auch das Orchester von 103 Mitwirkenden.

Anläßlich der 100. Wiederkehr des Todestages Beethovens spielte die Orchestervereinigung am 20. und 24. Februar 1927 in der Hochschule für Musik die Ouvertüre zu Egmont, das 5. Klavierkonzert in Es-dur, opus 73, (Solist Prof. Erwin Bodky, bei der Wiederholung Romuald Wikarski) und als Krönung die 9. Symphonie d-moll mit dem Berliner Cäcilien-Ohor und seinen Solisten. Dirigent war Musikdirektor Hans Gahlenbeck. Er leitete das Orchester auch im Spieljahr 1927/28. Alle diese Konzerte waren ausverkauft. Sie fanden ein anerkennendes Echo in der Tagespresse.

Im Jahre 1929 konnte Camillo Hildebrand als Dirigent gewonnen werden. Er stand dem Orchester bis zum Jahre 1932 zur Seite. Die Solisten in diesen Jahren, waren u. a. Siegfried Lohse (Harfe), Maunts van den Berg (Violine) und Godfrled Zeelander (Cello).

Ab 1933 gab es auch auf dem Gebiet des Laien-musizierens einschneidende Veränderungen. Die Orchestervereinigung Berliner Musikfreunde verlor über Nacht fast ein Drittel ihrer Mitglieder, nämlich alle die jüdischen Glaubens oder "nichtarischer Abstammung". Dazu wurde die Programmauswahl beschränkt, Werke jüdischer Komponisten durften nicht mehr gespielt werden. Alle Liebhabermusiker mußten der "Fachschaft Volksmusik" der neugebildeten "Reichsmusikkammer" angehören. In den Jahren 1936/41 leitete Max Feller das etwa 50 Mitwirkende umfassende Orchester. Am 10. März 1940 wurde in der Singakademie am Kastanienwäldchen mit dem verstärkten Kirchenchor St. Bartholomäus unter der Leitung von Friedrich Rausch die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach aufgeführt; den Evangelisten sang Helmut Krebs.

1943 hörten die Proben auf. Es war niemandem zuzumuten, angesichts der dauernden Fliegerangriffe auf Berlin Leben und Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Der letzte Dirigent war Sergiu Celibidache der in den Jahren 1941/43 mit dem Orchester mehrere Konzerte veranstaltete.

Am 20. Dezember 1949 wurde durch die Kontrollkommission der alliierten Besatzungsmächte das Orchester unter dem Namen Orchester Berliner Musikfreunde e. V. als nichtpolitische Organisation zugelassen und nahm die durch die Kriegsereignisse unterbrochenen Orchesterproben am 5. Januar 1950 wieder auf.

Erster Dirigent war C. A. Bünte. Das Bezirksamt Kreuzberg stellte den neu hergerichteten Kammermusiksaal im früheren Askanischen Gymnasium, dem einzigen in der Halleschen Straße stehengebliebenen Gebäude, zur Verfügung. Dieser auch für Konzerte geeignete neue Übungssaal mit einem großen Podium, das über den Krieg gerettete außerordentlich große Notenmaterial des Orchesters, vorhandene Instrumente und Pulte, die wieder einen geordneten Probenbetrieb gewährleisteten, veranlaßten eine Orchestergruppe im Bezirk Schöneberg, schon Ende Dezember 1949 geschlossen zum Orchester Berliner Musikfreunde überzutreten.

Das erste Konzert fand bereits am 26. Februar 1950 mit 71 Mitwirkenden statt. Veranstalter war das Bezirksamt Kreuzberg von Groß-Berlin, Abteilung Volksbildung, Amt für Kunst. C. A. Bünte dirigierte die Ouvertüre zur Oper Fidelio von L. v. Beethoven, das Violinkonzert in e-moll von Mendelssohn Bartholdy (Solist Sachko Gawriloff), die Symphonie in h-moll (unvollendete) von F. Schubert und Scenes Pittoresques von Jules Massenet.

Bünte dirigierte das Orchester bis zum April 1951. Nach einem Probenjahr mit wechselnden Dirigenten übernahm am 26. November 1952 Volker Wangenheim die Leitung des Orchesters, in dem er bis dahin die l. Oboe geblasen hatte. Ende März 1954 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Berlin. Am 23. Mai des gleichen Jahres dirigierte er im Rahmen einer Tagung des Bundes Deutscher Liebhaberorchester in Solingen die "Simple Symphony" von Benjamin Britten. 1958 folgte er einem Ruf an das Städtische Orchester Bonn, das er nun als Generalmusikdirektor leitete.

In der Zeit danach führte Heinz Merlins mit wenigen Unterbrechungen durch Gastdirigenten das Orchester, welches sich seitdem stetig entwickeln und viele Konzerte veranstalten konnte, für die sich anerkannte Künstler wie Ingeborg Philippsen, Prof. Siegfried Borries und Lothar Broddack wiederholt als Solisten zur Verfügung stellten.

Der Kreis der Freunde des Orchesters war in diesen Jahren so angewachsen, daß der Kammermusiksaal in der Halleschen Straße für Konzerte nicht ausreichend Platz bot. Seit 1962 konzertierte das Orchester im Konzertsaal des Städtischen Konversatoriums Berlin, im Humboldt-Saal des Urania-Hauses und seit 1963 im Großen Sendesaal des Hauses des Rundfunks in der Masurenallee.

"Es ist sein Bestreben, geübteren Dilettanten und angehenden Musikern aller Instrumente Gelegenheit zur Übung und Fortbildung im orchestralen Zusammenspiel zu geben, wie derselbe auch öffentliche Concerte zu wohltätigen Zwecken veranstaltet, um Zeugnis von seinem Können abzulegen. Die Tendenz und gesellschaftliche Stellung des Voreins sowie die Achtung, welche sich derselbe im Laufe der Jahre in musikalischen Kreisen bereits erworben hat, dürfte auch besonders den verehrlichen Directoren von Conservatorien sowie Musiklehrern Veranlassung zur Empfehlung an vorgeschrittenere Schüler bieten." (Berliner Dilettanten-Orchester-Verein im September 1890)