Vor der beeindruckenden Kulisse eines nahezu ausverkauften Kammermusiksaales hat der Orchester Berliner Musikfreunde sein diesjähriges Hauptkonzert gegeben.
Das Orchester, das unter seinem Kürzel OBM fester Bestandteil der Amateurorchesterszene in der Hauptstadt ist, führte zum einen das Violinkonzert von Jean Sibelius. Sebastian Zwiener, stellte dieses Meisterwerk in eindrucksvoller Art und Weise vor und konnte dadurch den besonderen Zauber dieses Violinkonzertes, dass eine Liebeserklärung des Komponisten an seine Tochter Kristi ist, dem Publikum vermitteln.
Das OBM begeleitete unter der gefühlvollen Leitung seinen Konzertmeister souverän durch dieses Werk, so dass ein besonderes Konzerterlebnis entstand.
Den langanhaltenden Applaus des Publikums belohnte Sebastian Zwiener durch die Zugabe „En glad musikant“ von Jean Sibelius.
Nach der verdienten Pause spielte das OBM die zweite Sinfonie von Johannes Brahms. Kraftvoll führte Yukari Ishimoto das Orchester sicher durch dieses Werk, dass als die fröhlichste Sinfonie des großen deutschen Romantikers gilt. Das OBM untermauerte durch diese Interpretation seinen Anspruch, auch große Werke heimischer Komponisten aufführen zu können.
Nach dem dankbaren Applaus blieb das Orchester bei dem in Hamburg geborenen Meister und spielte den Ungarischen Tanz Nr. 5 von Brahms. Dieses populäre Stück begeistert Musiker und Zuhörer ja bereits durch sein besonderes Temperament. Zusammen mit der Spielfreude des OBM brachte diese Zugabe eine ausgelassene Stimmung in den Kammermusiksaal, ein sehr schöner Abschluss eines beseelenden Nachmittages in Berlin Kammermusiksaal.
Sören Jacobsen