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Das Orchester Berliner Musikfreunde e.V. wurde im Jahre 1866 gegründet und ist damit Berlins ältestes und Deutschland viertältestes Amateurorchester.
In der langen und wechselvollen Geschichte haben viele klangvolle Namen als Dirigenten oder Solisten für das Orchester gewirkt. Hierzu gehören Joseph Joachim, der großartige Geiger und Gründer der Berliner Musikhochschule, Mischa Elman, der noch im Wunderkindalter mit dem OBM auftrat, oder Sergiu Celibidache, der als Student einige Zeit die Leitung des OBM übernahm und ihm sogar eine Komposition widmete. Anlässlich des 100jährigen Bestehens des Orchesters konnten wir uns über die Verleihung der PRO-MUSICA-Plakette durch den Bundespräsidenten freuen.
Heute ist das Orchester unter seinem Kürzel OBM ein fester Bestandteil in der Amateur-Orchesterlandschaft Berlins. Bei uns musizieren viele, sehr unterschiedliche Menschen zusammen, die durch die Musik zu einer Gemeinschaft werden und sich in ihrer Freizeit neben ihren anderen individuellen Verpflichtungen für ihr Orchester einsetzen.
Besonders freut uns, dass unsere Mitspieler und Mitspielerinnen aus unterschiedlichen Generationen und Nationen kommen. Neben den musikalischen Erlebnissen führt der intensive persönliche Austausch zu Verständnis füreinander; damit leisten wir auch einen kleinen Beitrag zur Integration.
Die Verbundenheit mit dem Orchester zeigt sich häufig in einer langen Mitgliedschaft, die bei einigen bereits die 40jährige Zugehörigkeit überschritten hat. Dass wir daneben gerade in der letzten Zeit einige jüngere Damen und Herren gewinnen konnten, freut uns besonders und sichert auch künftig den Fortbestand des Orchesters. Allerdings können wir auch weiterhin neue Mitspielerinnen und Mitspieler gebrauchen und freuen uns über jeden, der zu uns stoßen möchte.
Unser Repertoire umfasst in erster Linie sinfonische Werke aus der Klassik und Romantik. In den letzten Jahren haben wir zwei größere Chorprojekte gemeinsam mit der Cantorei der Reformationskirche Berlin Moabit durchgeführt. Daneben spielen wir auch gerne Stücke aus der (angeblich) leichteren Muse und legen uns hin und wieder einen Walzer oder einen Auszug aus einer Operette auf die Notenpulte.
Gerade in einer Stadt wie Berlin, die über eine Musikkultur von Weltruf verfügt, haben es Amateure mitunter schwer, wahrgenommen zu werden. Umso mehr freut uns, dass wir in unseren Konzerten eine Vielzahl von Zuhörerinnen und Zuhörern begrüßen dürfen.
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