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ERLINER
USIKFREUNDE
e.V.
gegründet 1866
News 
10.4.2026
Hauptkonzert 2026 unter der Lupe
28.2.2026
Probenwochenende in Seddin 2026
19.12.2025
Rück- und Vorschau
9.12.2025
Wir trauern um HaWé Schramm
20.10.2025
Wir trauern um Jürgen Knapp
28.9.2025
Drei Frauen und ihre Musik
19.9.2025
20 Jahre Lange Nacht der Chöre - Refo ❤ OBM
1.9.2025
Floßfahrt zum Ferienabschluss
14.7.2025
Konzert geschafft, der Sommer ruft!
22.6.2025
Ausblick aufs Sommerkonzert 2025
30.4.2025
Mitgliederversammlung 2025
8.4.2025
Wir trauern um Wolfgang Zippel
28.3.2025
1800 Filmmusik-Fans in der Philharmonie
16.2.2025
Probenwochenende in weiß
16.1.2025
Synthèse Saxophon Quartett feat. OBM
12.12.2024
Wir trauern um Wolfgang Scholz
4.11.2024
Besonderes Herbstkonzert in der Philharmonie
30.9.2024
Gastspiel im Dresdner Kulturpalast
30.6.2024
Noch einmal richtig auf die Pauke hauen!
30.5.2024
Neue Impulse von Rainer Fournes
21.4.2024
Konzertkooperation zum 100. BDLO-Jubiläum
10.3.2024
1 Flügel, 4 Hände, eine 0. und viel Applaus
2.3.2024
Über das Besondere an Generalproben
28.1.2024
Probenwochenende in Seddin
11.1.2024
Mit Solistin Tabea Streicher ins neue Jahr
23.11.2023
Auftakt mit Solistin Yue Guo
31.10.2023
Musik in Bilder gegossen
24.9.2023
Das war das Herbstkonzert 2023
14.9.2023
Teaser-Dreh und ein doppeltes Happy Birthday!
6.7.2023
Mit Solo-Vorgeschmack in die Sommerpause
20.2.2023
Wissenschaftliche Studie zur Bedeutung der Amateurmusik
6.11.2022
Konzertrückschau im Dialog
12.10.2022
Solokonzert für Tuba und Orchester
25.9.2022
Ein Fünfsaiter aus Wien
6.4.2022
Das OBM spendet einen Teil des Erlöses vom Hauptkonzert
27.3.2022
Bewegendes Comeback in der Berliner Philharmonie
31.10.2021
Herbstkonzert im großen Sendesaal des RBB
23.10.2021
Das Herbstkonzert ist ausverkauft!
25.8.2021
Mit alter und neuer Führung in die nächsten Vereinsjahre
24.6.2021
Wiedersehensfreude bei der ersten Gesamtprobe in 2021!
4.10.2020
Herbstkonzert unter Corona Bedingungen
7.8.2020
Streicherprobe in der Kirche
21.5.2020
Corona und das OBM
25.2.2020
Revanche – Ein französisch-deutsches Festkonzert in der Philharmonie
10.11.2019
Resümee: Filmaufnahmen für den Kinohit „TRAUMFABRIK“
28.9.2019
Konzertmeister heiratet zweite Geige
23.9.2019
Publikum bejubelt 14-jährigen Pianisten
30.8.2019
Wir trauern um ehemaligen Cellisten
9.5.2019
150 Jahre OBM: Goldene Mitgliedschaft hoch drei!
28.4.2019
Lob vom Solisten für das Konzert am 31.03.2019
13.4.2019
OBM bestätigt Yukari Ishimoto als Dirigentin
6.4.2019
Frühjahrskonzert in der Philharmonie - Von jungen Solisten beflügelt
8.3.2019
Der internationale Tag der Frau und das OBM
20.1.2019
Kartenvorverkauf gestartet
19.11.2018
Viel Applaus im Konzerthaus
25.8.2018
Save the Place - Kartenvorverkauf startet am 1. September
26.6.2018
Ohrwürmer in Lichterfelde
10.6.2018
Gut gekühlt im Sommergarten
9.12.2017
Kartenverkauf für das Hauptkonzert 2018 startet am 11.12.2017
20.11.2017
„Gaudeamus igitur“ auf einer musikalischen Weltreise
16.11.2017
50 Jahre Mitgliedschaft im OBM
6.10.2017
Wir trauern um Ursula Hausburg
11.9.2017
OBM e.V. sammelt für ROTE NASEN Deutschland e.V.
25.7.2017
Konzertreise nach Rouen / Frankreich
17.7.2017
Johanna Krumin Solistin im November 2018
27.4.2017
Yukari Ishimoto im Amt bestätigt
3.4.2017
Charlotte Petrides und das OBM begeistern in der Philharmonie
26.3.2017
Probenwochenende am Seddiner See
1.3.2017
Wir trauern um Albert Lemm
3.1.2017
Wir trauern um Prof. Claus Rößner
1.12.2016
Rückblick auf das Jubiläumsjahr
25.4.2015
Wir trauern um Prof. Dr. Diethard Mager
7.10.2014
Unicef Berlin bedankt sich beim OBM
11.4.2011
3600,- Euro für die Überlebenden in Japan
15.3.2011
OBM gedenkt Opfer der Naturkatastrophe in Japan
29.9.2008
Nordisches Herbstkonzert und Uraufführung
9.3.2008
Konzert des OBM im Kammermusiksaal
25.2.2007
Internationales Preisträgerkonzert vor ausverkaufter Philharmonie
24.2.2007
Ehrennadel für 40 Jahre Mitgliedschaft im OBM
1.12.2006
Nachruf: Heinz Mertins
15.11.2006
Nachruf: Werner Feder
23.7.2006
OBM wirkt bei Werbespot für den Reisebus Travego mit
12.3.2006
Orchester Berliner Musikfreunde feierte 140-jähriges Jubiläum
11.3.2006
Rainer Vogt mit der Ehrennadel des BDLO ausgezeichnet
10.4.2026
Hauptkonzert 2026 unter der Lupe

OBM im großen Saal der Berliner Philharmonie an 22.03.2026 (Foto: Annika Luft)
Die Fotos sind da!
Bei unserem Hauptkonzert am 22.03.2026 wurden wir von der Fotografin Annika Luft begleitet. Nun haben wir die professionellen Aufnahmen erhalten und schwelgen in Erinnerungen.
Da sind natürlich zuerst die Bilder vom Auftritt, wie die Musiker:innen auf die Bühne strömen. Was das Publikum nicht sieht: kurz zuvor summt und brummt es auf den Podien links und rechts hinter den zwei großen schweren Türen zum Saal. Alle sind ein wenig (oder ein wenig mehr) aufgeregt und sammeln sich. Der Konzertmeister versucht, die Stimmengruppen zu sortieren, damit die Reihenfolge des Einmarschs zur Lage der Plätze passt. „Die Damen und Herren vom Chor bitte…“ – der Rest der Lautsprecheransage geht im Gelächter unter. Wer hat denn da heute das falsche Programm vorliegen? Dann werden wir hineingebeten.
Das nächste Bild: Dirigentin und Solist schütteln Hände. Das Orchester erhebt sich wie üblich in Achtung, wenn sie einzeln eintreten und ihren Applaus in Empfang nehmen. Der Solist ist Sebastian Zwiener, sonst Konzertmeister beim OBM – nun geht der langjährige Wunsch in Erfüllung, mit „seinem“ Orchester einmal Dvoraks Violinkonzert zu spielen. Ans erste Pult sind Wladimir Pletner und Roberto Sannino aufgerückt. Yukari Ishimoto hebt den Taktstock – es geht los.
Viele weitere Bilder zeigen das Orchester im hochkonzentrierten Rausch des Violinkonzerts. Der Solist hat auf fast allen die Augen geschlossen. Er spielt das Werk auswendig und verlässt sich bis auf einige Blickwechsel mit der Dirigentin auf Gehör und Gespür. Stimmen aus dem Publikum loben im Anschluss, wie eingespielt Solist und Orchester gewirkt haben.
Detailaufnahmen zeigen Streicher, Holzbläser, Blech, Paukenschlegel – die Begleitung eines Solokonzerts erfordert Fingerspitzengefühl, Bereitschaft sich zurückzunehmen und Raum zugeben. Mancher Musiker ist wohl anhand solcher Fotos auch erstaunt über die eigene Mimik. Mit Holz unterm Kinn oder Mundstück zwischen den Lippen lächelt es sich nicht gerade einfach. Ein Ausdruck von ungeteilter Aufmerksamkeit liegt auf den meisten Gesichtern. Ja, man kann wohl äußerlich die Stirn krausziehen und gleichzeitig genießen. Im dritten Satz lockern sich die Züge, das tänzerische Temperament greift um sich und mündet in einem befreienden Accelerando hin zu den Schlussakkorden.
Klick, klick, Blumen, Umarmung, ein Lächeln auf dem Gesicht des Solisten. Was für eine feurige erste Halbzeit! Und sie ist noch nicht zuende. Sebastian Zwiener hat noch eine Zugabe mitgebracht. Eine Komposition von 2015 aus eigener Feder, auf den Namen „Moksha“(Befreiung). Während er durch auf der Geige durch die Doppelgriffe klettert, zeigen die Fotos: das Orchester lehnt sich entspannt zurück und atmet einmal durch. Das Publikum ist auf den Bildern nicht prominent zu sehen, hätte aber vielleicht eine Mischung an Haltungen gespiegelt. In der Pause hört man zur Zugabe Unterschiedliches, von „die war zu lang“ bis „bei welchem Verlag ist das Werk zu finden?“. Das Konzert selbst ließ jedoch keine Wünsche offen.
In der zweiten Halbzeit ist die Veränderung auf den Fotos klar zu erkennen: das Orchester hat sich für Cesar Francks Sinfonie in d-Moll vergrößert, vor allem in den Reihen der Bläser. Die ersten Nahaufnahmen fokussieren Celli und Bratschen, welche den ersten Satz mit leiser Spannung einleiten.
Der zweite Satz nimmt Harfe und Holzbläser vor die Linse, welche sich die wunderschöne getragene Einleitung teilen, während die Streicher sanft pizzen. Einige Zuhörer loben im Anschluss besonders die Qualität der Holzbläser, eine besondere Auszeichnung für ein Laienorchester. Der dritte Satz bietet funkelnde Reflektionen an Blechblasinstrumenten, flinke Finger an goldenen Klappen und Ventilen, während sie besonders das triumphale Finale antreiben. Auf den letzten Metern muss man wieder in die Totale herauszoomen, das gesamte Orchester strebt und streicht drängend dem Schluss entgegen, die Bewegungen der Dirigentin werden ausladender – … !
Auf den Fotos vom stehenden, strahlenden Orchester ist der Applaus des Publikums förmlich zu hören, Stolz und Erleichterung zu spüren. Einige Schnappschüsse folgen noch: Blumen für Yukari Ishimoto, Verbeugung vor Block H im Rücken des Orchesters, Umarmungen zwischen Pultnachbarn und tröpfelnder, schwatzender Auszug des Orchesters aus dem Saal. Es war wieder ein äußerst aufregendes wie gelungenes Hauptkonzert in der Philharmonie – wir haben Beweisfotos!
